Donnerstag, 19. Januar 2012

Die Narbe

Unfall oder Mord?

Dem Kommissar Gerald van Loren wächst alles über den Kopf. Er ist frischgebackener Vater, kann sich mit seiner Lebensgefährtin Nele aber nicht so recht freuen. Er braucht Luft vom neuen "Familienglück" und nach einem Kneipenbesuch gerät er zufällig an eine Unfallstelle wo ein junger Mann sich vom Balkon gestürzt hat. Der linke Ärmel ist hoch gekrämpelt und mit einer Sicherheitsnadel befestigt. Als er am nächsten Tag die Akte von Alexander Faden auf seinem Schreibtisch hat, lautet das Ergebnis Suizid. Er redet mit dem Gerichtsmediziner und dem kommt eine kunstvoll gearbeitete Narbe am Armstumpf in den Sinn. Dinese Narbe scheint nicht von einem Unfall zu stammen.  Da sein machohafter Kollege Batzko nichts von den Ermittlungen hält und van Lorens Intuition für Schwachsinn befindet, befragt van Loren heimlich Nachbarn und Familie des Toten. Scheinbar war eer Mitglied in einer Therapiegruppe eines Dr. Chateaux. Nach und nach findet Gerald raus, dass der Tote an BIID litt, eine Krankheit, bei der sich Betroffene erst dann vollkommen fühlen wenn ihnen ein Körperteil wie der Arm oder der Unterschenkel fehlt. Doch nachdem dem Toten der Arm abgenommen wurde war er ausgeglichener und auch weniger introvertiert, wie van Loren nach einiger Recherche raus findet. Warum sollte er Selbstmord begehen, wenn er doch grade auf dem Weg der Besserung war? Van Loren beschließt, sich der Therapiegruppe inkognito anzuschließen und gerät dabei auf gefährliches Terrain. Soll man dem ungewöhnlichen Therapeuten glauben? Wie viel kann van Loren von sich preisgeben ohne sich zu verraten?

Frank Schmitter wurde in Krefeld geboren, lebt jedoch inzwischen in München. "Die Narbe" ist ein handfester Krimi mit undurchschaubaren Figuren und außergewöhnlicher Handlung. Der Autor setzt sich sehr genau mit dem Krankheitsbild auseinander und fädelt daraus einen sehr fesselnde Geschichte.

Frank Schmitter
Die Narbe
btb Verlag
320 Seiten, kartoniert

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen