Mittwoch, 23. November 2011

Angerichtet

Es wird gegessen was auf den Tisch kommt!


Paul ist eingeladen. Nicht von irgendjemandem, sondern von seinem Bruder, dem angehenden Minister Serge Lohman mit seiner Frau Babette. Zusammen mit seiner Frau Clair denkt Paul an einen entspannten Abend. Doch dann findet er etwas auf dem Handy seines Sohnes Michel, etwas das er schon lange vermutet hat.  Der Abend scheint nun doch nicht mehr ganz so entspannt zu werden. Nachdem man um den  heißen Brei herumgeredet hat wird nach und nach klar, weshalb alle Anwesenden hier sind, denn was nun auf den Tisch kommt ist alles andere als leicht verdaulich...

Der Roman hat einen eigenwilliger Stil und doch lässt die Erzählweise keinen so leicht los. Der Niederländer Herman Koch lässt seine Hauptfigur Paul die Geschichte in verschiedene Gänge unterteilen und dem Leser tun sich Gang für Gang Abgründe auf. Durch die vielen Rückblicke erfährt man nach und  nach Pauls Geschichte, sowie mehr über Serge, Babette, Clair und deren Kinder, weshalb sie sich im Restaurant verabredet haben. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben.  Eine dramatische Familiengeschichte mit bitterem Nachgeschmack.



Herman Koch
Angerichtet
Kiepenheuer & Witsch
336 Seiten, kartonieiert

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