Samstag, 10. September 2011

Die Radleys

Eine schrecklich nette Familie

Ein ganz normale Nachbarschaft in einem ganz normalen Vorort. Hausfrau Helen und Arzt Peter führen mit ihren Kindern Clara und Rowan ein ganz normales Leben. Wenn da nicht diese kleinen Auffälligkeiten wären. Sie sind alles sehr blass, meiden das Sonnenlicht und haben eine eigenartige Abneigung gegen Knoblauch.
Helen und Peter versuchen alles um ihre wahre Identität zu verbergen. Seit der Geburt ihrer beiden Kinder haben sie über ihre damalige Lebensweise nicht mehr gesprochen. Clara und Rowan ahnen nicht was sie sind. In ihrer Schule sind sie Außenseiter. Doch als Clara beschließt Vegetarierin zu werden und auf Fleisch zu verzichten schrillen bei ihren Eltern die Alarmglocken. Und tatsächlich, ein Unglück passiert. Auf einer Party wird Clara von einem Mitschüler belästigt, und eh sie es realisieren kann, trinkt sie sein Blut. Ihr Vater versucht sein Bestes um die Leiche diskret wegzuschaffen doch es gelingt ihm nicht. Er muss also seinen Bruder Will um Hilfe bitten, und der ist in der Unterwelt kein unbeschriebenes Blatt. Und auch Helen verbindet vieles mit Will. Und das darf Peter auf keinen Fall erfahren. So wird das Leben der Radleys auf den Kopf gestellt. Nach und nach wird es immer schwerer die ganz normalen Nachbarn zu sein und ihr wahres Wesen zu verbergen wird bei Eintreffen des blutdurstigen Will nicht besser.



Matt Haig schafft hier einen ganz besonderen Vampir-Roman ausserhalb der Klischees. Eigentlich sind die Radleys ganz normal, ehe Sie sich wieder mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen müssen. Die Welt mit Vampir-Clubs, Blutdurst und Macht. Und doch sind sie immer noch eine Familie und versuchen so normal weiterzumachen wie möglich.


Matt Haig  
Die Radleys: Ein Vampirroman
Kiepenheuer & Witsch Verlag
424 Seiten, gebunden

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