Sonntag, 23. Januar 2011

Extrem laut und unglaublich nah

Auf der Suche...

Oskar ist ein kleiner Junge und nicht auf den Kopf gefallen. Zur Schule möchte er trotzdem nicht, denn Oskar ist sehr traurig. Beim Anschlag auf das World Trade Center ist sein Vater ums Leben gekommen. Zwar geht Oskar zum Psychologen und seine Mutter und seine Großmutter kümmern sich rührend um ihn, aber sie können ihm auch nicht helfen.  Eines Tages findet Oskar in einer Vase ein Stück Papier mit dem Namen Black und einen Schlüssel. Er ist überzeugt das diese Dinge Hinweise von seinem Vater sind und Oskar will dieses Rätsel unbedingt lösen. Also macht sich Oskar auf zu einer unglaublichen Reise. Er beginnt Namen und Schlösser zu überprüfen und diese Suche führt ihn durch ganz New York. Mit seinem Tamburin begibt er sich auf die Suche und lernt Menschen kennen, die auch nicht glücklich mit ihrem Leben sind.

Einerseits erzählt Oskar in dem Buch seine Geschichte, hinzu  kommen aber auch Briefe, die man erst nicht zuordnen kann. Nach und nach beginnen diese jedoch Sinn zu ergeben und Oskars Geschichte noch deutlicher zu machen. Weitere Details, die das Buch so einzigartig machen sind die Bilder und farbigen Elemente. Sie zeigen Orte an denen Oskar auf seiner Suche war und Dinge die er erlebt hat oder die ihn beeindruckt haben wie zum Beispiel Fotos von Türschlössern, der Hinterkopf einer jungen Frau oder aber bunte verwirrende Namen und Wörter. Ein unglaublich faszinierender Roman über Verlust, Mut, und Hoffnung. Jonathan Safran Foers Sprache ist unverblümt und direkt, regt aber immer zum Nachdenken an. Dieses Buch ist Kult, und das zu Recht.


Jonathan Safran Foer
Extrem laut und unglaublich nah
480 Seiten, broschiert
Fischer Verlag

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen