Dienstag, 7. Dezember 2010

Die Handschrift des Todes

Think of a Number

Der Ermittler Dave Gurney hat schon einige brisante Mordfälle aufgeklärt und Serienmörder zur Strecke gebracht.  Nun ist er pensioniert. Seine Frau hofft nun dass Gurney endlich abschalten kann. Vor einigen Jahren ist der gemeinsame Sohn gestorben und vielleicht findet er nun Zeit sich wirklich von ihm zu verabschieden. Doch Gurney ist immer noch Polizist durch und durch. Denn es meldet sich ein alter Studienkollege mit einem brisanten Fall denn er bekommst anonyme Post. Inhalt sind immer Gedichte. Der Absender scheint viele private Dinge über ihn zu wissen. Er soll sich eine Zahl ausdenken und dann einen beigelegten Umschlag öffnen. In ihm ist genau die gedachte Zahl. Wie macht er das? Die Briefe scheinen bedrohlich und doch will er nicht die Polizei einschalten.

Gurney nimmt sich natürlich den Rätseln an. Zum Leidwesen seiner Frau. Der Täter scheint alles durchdacht zu haben, hinterlässt keine Spuren. Auch nicht als die Leiche des toten Studienkollegen gefunden wird. Auch hier wieder ein Gedicht in roter Handschrift verfasst. Spuren führen vom Tatort weg, doch sie enden im Nichts. Der Täter scheint mit den Polizisten zu spielen. Ein perfides Spiel gegen die Zeit, denn das morden geht weiter...

Ein wirklich gut durchdachter Krimi, wo sich Puzzelteil für Puzzelteil aneinander reiht. Spuren lösen Rätsel und schaffen direkt wieder neue. Die kurzen Kapitel beschleunigen das Tempo der Geschichte. Gurney ist ein sehr gewissenhafter Ermittler der sehr in seine Arbeit vertieft ist. Er analysiert alles was um ihm herum passiert, inklusive den Tonfall seiner Frau oder die Körperhaltung seines Vorgesetzten. Gute Unterhaltung für Krimifans. 

John Verdon
Die Handschrift des Todes
Heyne Verlag
544 Seiten, kartoniert